Indien leitet Kartellverfahren gegen Pernod Ricard ein.
Indien leitet Kartellverfahren gegen Pernod Ricard ein.

Die indischen Wettbewerbsbehörden haben eine Untersuchung gegen Pernod Ricard wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Praktiken gegenüber Alkoholhändlern in Neu-Delhi angeordnet.

Die indische Wettbewerbskommission (CCI) untersucht Vorwürfe, wonach der französische Konzern mit bestimmten Vertriebspartnern Exklusivitätsvereinbarungen abgeschlossen haben soll, um seine eigenen Marken auf Kosten der Marken seiner Konkurrenten zu bevorzugen.

Laut von Reuters zitierten behördlichen Dokumenten konzentriert sich die Untersuchung insbesondere auf Finanzgarantien in Höhe von rund 24 Millionen US-Dollar, die Pernod Ricard im Jahr 2021 Banken gewährte, um Einzelhändlern die Kreditaufnahme zu erleichtern. Im Gegenzug sollen diese Einzelhändler etwa 35 % ihres Warenbestands für Produkte des Konzerns reserviert haben.

Die ICC ist der Ansicht, dass ausreichend Beweise vorliegen, um die Untersuchung fortzusetzen, und erklärt, dass das Fehlen von Marketingmaßnahmen für Konkurrenzprodukte zu einer Verzerrung der Nachfrage auf dem indischen Spirituosenmarkt führen könnte.

Pernod Ricard, Eigentümer von Marken wie Chivas Regal und Absolut, wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, er weise „jegliches Fehlverhalten kategorisch zurück“.

Indien ist einer der wichtigsten und am schnellsten wachsenden Märkte für den französischen Konzern, der dort einen bedeutenden Teil seines weltweiten Umsatzes erwirtschaftet.

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