Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz äußerte am Montag seine tiefe Besorgnis über die zunehmende Zahl von Angriffen auf medizinisches Personal im Libanon und bezeichnete die Situation nach mehreren tödlichen Vorfällen als „äußerst besorgniserregend“.
Laut der offiziellen libanesischen Nachrichtenagentur traf am Montag ein israelischer Luftangriff ein Rotkreuzzentrum in der Region Tyros. Dabei kam eine Person ums Leben, und Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt. Das IKRK bestätigte, dass seine Einrichtungen betroffen seien, ohne jedoch die Identität des Opfers zu nennen oder die Verantwortung formell zuzuweisen.
Das israelische Militär gab an, einen gezielten Angriff gegen einen „Hisbollah-Terroristen“ in demselben Gebiet durchgeführt zu haben und Berichte über die Beschädigung eines Rotkreuzzentrums zu untersuchen. Weitere Einzelheiten zu der angegriffenen Person wurden nicht genannt.
Bereits am Vortag hatte das libanesische Rote Kreuz den Tod seines Freiwilligen Hassan Badawi bekannt gegeben, der bei einem Drohnenangriff im Bezirk Bint Jbeil, ebenfalls im Süden des Landes, verletzt worden war. Diese Ereignisse verdeutlichen die zunehmende Gefährdung humanitärer Helfer im Kontext der anhaltenden Gewalt.
Das IKRK bekräftigt, dass medizinisches und humanitäres Personal unter allen Umständen gemäß dem humanitären Völkerrecht geschützt werden muss. Jeder Angriff auf diese Helfer gefährdet mit hoher Wahrscheinlichkeit den Zugang der Zivilbevölkerung zur Gesundheitsversorgung.
In einem Klima erhöhter regionaler Spannungen verstärken diese Vorfälle die Besorgnis über die Sicherheit humanitärer Einsätze im Libanon, die durch die Folgen des andauernden Konflikts bereits geschwächt ist.
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