Die afghanischen Taliban bezeichneten am Dienstag die Entscheidung der Vereinigten Staaten, Afghanistan als einen Staat einzustufen, der willkürliche Inhaftierungen unterstützt, als „bedauerlich“ und bekräftigten gleichzeitig ihren Wunsch, den Konflikt durch Dialog beizulegen.
Diese Reaktion folgt auf die Erklärung von US-Außenminister Marco Rubio vom Montag, der die Taliban-Regierung offiziell beschuldigte, amerikanische Staatsbürger unrechtmäßig festzuhalten. Washington forderte die sofortige Freilassung aller inhaftierten US-Bürger.
Unter den Beteiligten befinden sich Mahmood Habibi und Dennis Coyle, deren Freilassung die Vereinigten Staaten fordern.
Die Taliban-Behörden gaben an, diese Angelegenheit durch diplomatische Gespräche lösen zu wollen, da sie die amerikanische Einstufung für ungerechtfertigt hielten.
Die Entscheidung Washingtons erfolgt inmitten anhaltender Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Taliban-Regime, das Afghanistan seit dem Abzug der westlichen Streitkräfte im Jahr 2021 regiert.
Die Beziehungen zwischen den beiden Seiten sind weiterhin begrenzt und konzentrieren sich im Wesentlichen auf humanitäre und Sicherheitsfragen sowie die Situation der im Land inhaftierten ausländischen Staatsangehörigen.