Die US-Geheimdienste sind besorgt über eine erhöhte Bedrohung durch israelische Spionage.
Die US-Geheimdienste sind besorgt über eine erhöhte Bedrohung durch israelische Spionage.

Jüngste Berichte der US-Geheimdienste unterstreichen die wachsende Besorgnis über Spionageaktivitäten, die Israel gegen die Vereinigten Staaten zugeschrieben werden, in einem Kontext, der von Verhandlungen zwischen Washington und Teheran geprägt ist.

Laut den von der New York Times Laut US-Behörden, die amerikanischen Beamten zugeschrieben werden, haben sich die israelischen Bemühungen, Informationen über die Position der USA in den Gesprächen mit dem Iran zu erlangen, so weit intensiviert, dass sie innerhalb der Geheimdienstgemeinschaft ungewöhnliche Besorgnis auslösen.

Einem Bericht der Defense Intelligence Agency zufolge wurde die Bedrohungslage im Zusammenhang mit Israel durch Spionageabwehr von „hoch“ auf „kritisch“ angehoben. Diese Einschätzung bezieht sich demnach auf Versuche, Informationen über US-Militärangehörige und Regierungsbeamte zu sammeln.

Zu denjenigen, die Berichten zufolge verstärkter Überwachung unterlagen, gehörten Steve Witkoff, der Chefunterhändler des US-Präsidenten, sowie Elbridge Colby und sein Stellvertreter Michael DiMino.

Diese Bedenken erscheinen paradox angesichts der besonders engen militärischen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Israel. Die beiden Länder tauschen regelmäßig taktische und operative Geheimdienstinformationen aus, insbesondere angesichts regionaler Bedrohungen im Zusammenhang mit dem Iran.

Mehrere US-Beamte gehen jedoch davon aus, dass Israel nun bestrebt ist, die diplomatischen Absichten der US-Regierung und die Entwicklung ihrer Verhandlungsstrategie gegenüber Teheran besser zu verstehen. Laut diesen Quellen könnte diese Situation bestimmte Mechanismen zum Austausch sensibler Informationen zwischen den beiden Verbündeten erschweren.

Der Bericht erwähnt auch Vorfälle, bei denen in Israel anwesende US-Militärangehörige angeblich heimlich auf ihren Telefonen installierte Software entdeckten, die das Abhören von Kommunikationen hätte ermöglichen können.

Das US-Verteidigungsministerium hat sich zu diesen Berichten nicht geäußert. Das Weiße Haus wies die Anschuldigungen seinerseits als falsch zurück. Auch Israel dementierte jegliche Spionageoperationen gegen US-Beamte oder -Institutionen.

Die Spannungen entstehen, während der US-Präsident Donald Trump verfolgt einen diplomatischen Ansatz gegenüber dem Iran, während der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine deutlich härtere Linie gegen Teheran und seine regionalen Verbündeten befürwortet.

Laut mehreren im Bericht zitierten aktuellen und ehemaligen Beamten zählt Israel weiterhin zu den aktivsten ausländischen Partnern der Vereinigten Staaten im Bereich der nachrichtendienstlichen Aufklärung. Trotz ihrer strategischen Allianz schützen beide Länder ihre sensibelsten Informationen nach wie vor streng und wenden in ihrer Kommunikation strikte Sicherheitsprotokolle an.

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