Die syrischen Kurden warnen ihre iranischen Gegenstücke vor einem Bündnis mit Washington.
Die syrischen Kurden warnen ihre iranischen Gegenstücke vor einem Bündnis mit Washington.

Kurden im Nordosten Syriens haben ihre iranischen Landsleute vor einem Bündnis mit den USA im Kampf gegen die iranische Regierung gewarnt. Sie argumentieren, eine solche Partnerschaft könne kontraproduktiv sein. Diese Warnungen erfolgen vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Region nach US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen auf den Iran.

Laut mehreren Berichten von Reuters haben iranisch-kurdische Milizen im Nordirak kürzlich mit US-Beamten die Möglichkeit eines Angriffs auf iranische Sicherheitskräfte im Westen des Landes erörtert. Diese Gespräche fanden demnach im Kontext der von Washington und Tel Aviv angeführten Militäroffensive gegen Teheran statt.

Doch in den kurdischen Gebieten im Nordosten Syriens warnen einige Bewohner und Beobachter vor den Risiken einer solchen Zusammenarbeit. Sie sagen, ihre eigenen Erfahrungen mit dem Bündnis mit den Vereinigten Staaten im Syrienkrieg hätten einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen und die Grenzen dieser Art von Partnerschaft aufgezeigt.

„Ich hoffe, die Kurden im Iran verbünden sich nicht mit Amerika, denn damit würden sie es im Stich lassen“, sagte Saad Ali, ein 45-jähriger Einwohner von Qamischli. Er befürchtet, dass die Kurden geopfert werden könnten, sollten sich Washingtons geopolitische Interessen ändern.

„Wenn morgen eine Einigung zwischen ihnen und den Iranern erzielt wird, werden sie euch eliminieren. Macht nicht unsere Fehler“, fügte er hinzu und erwähnte die Angst, im Stich gelassen zu werden, nachdem man vor Ort als Verbündeter gedient hatte.

Diese Warnungen spiegeln die Spannungen und Unsicherheiten wider, die regionale Bündnisse im Kontext des andauernden Krieges im Nahen Osten umgeben. Während die Vereinigten Staaten versuchen, den Iran zu schwächen, wägen die verschiedenen kurdischen Kräfte in der Region die Risiken und Vorteile einer direkteren Beteiligung am Konflikt ab.