Die Vereinigten Staaten haben die Ausweitung ihrer Seeblockade auf den Golf von Oman und das Arabische Meer östlich der Straße von Hormus angekündigt. Dies geht aus einem offiziellen Schreiben an die Seeleute hervor. Die Maßnahme, die für den gesamten Schiffsverkehr unabhängig vom Flaggenstaat gilt, stellt eine weitere Eskalation des Konflikts mit dem Iran dar.
Laut CENTCOM trat die Blockade am Montag um 14:00 Uhr GMT in Kraft. Schiffe, die das Gebiet ohne Genehmigung befahren oder verlassen, können „abgefangen, umgeleitet und aufgebracht“ werden, heißt es in dem Dokument, was die Entschlossenheit der amerikanischen Position verdeutlicht.
Die Maßnahme betrifft insbesondere die Seegebiete entlang der iranischen Küste, wobei eine Ausnahme für den neutralen Transit durch die Straße von Hormus gilt, sofern die Schiffe keine iranischen Häfen anlaufen. Humanitäre Hilfsgüter dürfen weiterhin transportiert werden, unterliegen jedoch Kontrollen.
Diese Entscheidung folgt auf das Scheitern der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über einen Waffenstillstand in dem nunmehr sechs Wochen andauernden Konflikt. Der Präsident Donald Trump ordnete diese Verschärfung der Maßnahmen an und erhöhte damit den Druck auf die Islamische Republik.
Als Reaktion darauf drohte der Iran mit Vergeltungsmaßnahmen, woraufhin die Märkte umgehend reagierten: Die Ölpreise stiegen auf über 100 US-Dollar, was die Sorgen um das globale Angebot widerspiegelte. Auch die Schifffahrtsbranche sieht sich erheblicher Unsicherheit gegenüber, was sich in einem deutlichen Rückgang der Anzahl der Schiffe im Transit äußert.
Diese Zunahme der Spannungen in einer der strategisch wichtigsten Regionen für den Welthandel weckt Befürchtungen vor einer größeren militärischen Eskalation, deren Folgen weit über den Golf hinaus zu spüren sein könnten.
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