Die deutschen Hersteller begrüßen das EU-US-Abkommen, kritisieren aber die immer noch zu hohen Zölle.
Die deutschen Hersteller begrüßen das EU-US-Abkommen, kritisieren aber die immer noch zu hohen Zölle.

Die deutsche Automobilindustrie begrüßte die Zustimmung des Europäischen Parlaments zum Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten, merkte jedoch an, dass Zollschranken weiterhin ein großes Hindernis für den Sektor darstellen.

In einer Stellungnahme betonte der Verband des deutschen Automobilherstellers VDA, dass diese Entwicklung wichtig sei für die Hersteller, die seit langem mehr Transparenz und Stabilität in ihren Geschäftsbeziehungen zum amerikanischen Markt fordern.

Die Organisation forderte den Europäischen Rat zur raschen und formellen Annahme des Abkommens auf, um einen klaren Rechtsrahmen für Unternehmen beiderseits des Atlantiks zu gewährleisten. Branchenführer sind der Ansicht, dass Vorhersehbarkeit in einem von Handelsspannungen geprägten globalen Wirtschaftsumfeld unerlässlich ist.

Die Präsidentin des VDA, Hildegard Müller, warnte jedoch, dass die aktuellen US-Zölle auf Pkw und Ersatzteile weiterhin eine erhebliche Herausforderung für deutsche Hersteller darstellen. Diese Produkte unterliegen nach wie vor einem Zoll von 15 % bei der Einfuhr in die USA.

Die Sorgen sind für Nutzfahrzeughersteller noch größer. Laut VDA (Verband der Automobilindustrie) unterliegen Lkw einem Zoll von 25 %, Busse einer zusätzlichen Steuer von 10 %. Der Verband befürchtet, dass diese Maßnahmen für einige Unternehmen der Branche existenzbedrohend sein könnten.

Deutschland, dessen Wirtschaft stark von Industrieexporten abhängt, verfolgt die Entwicklungen in den Handelsbeziehungen zwischen Brüssel und Washington aufmerksam. Die Vereinigten Staaten gehören zu den wichtigsten Märkten für deutsche Automobilhersteller, insbesondere für Konzerne, die Luxus- und Nutzfahrzeuge exportieren.

Während das Handelsabkommen als Schritt hin zu stabileren Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Mächten gesehen wird, sind Vertreter der Automobilindustrie der Ansicht, dass eine tatsächliche Senkung der Zölle notwendig sein wird, damit der Sektor in vollem Umfang von dieser Handelsannäherung profitieren kann.

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