Die israelische Wirtschaft verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Abschwung, geschwächt durch die Folgen des Krieges gegen den Iran, obwohl Ökonomen nun mit einer allmählichen Erholung des Wachstums rechnen.
Laut am Sonntag vom israelischen Zentralamt für Statistik veröffentlichten Daten schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in den ersten drei Monaten des Jahres um annualisiert 3,3 Prozent. Dieser Rückgang fällt jedoch etwas geringer aus als die von Reuters befragten Ökonomen prognostizierten 4 Prozent.
Die israelische Wirtschaft war im Jahr 2025 dennoch um 2,9 % gewachsen, und mehrere Analysten hofften auf eine Beschleunigung des Wachstums im Jahr 2026, nachdem im Oktober der Waffenstillstand ausgelaufen war, der nach zwei Jahren Konflikt die Hauptkämpfe des Gaza-Krieges beendet hatte.
Die Lage verschärfte sich jedoch drastisch nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar. Diese Operationen führten zu wochenlangen iranischen Raketenangriffen auf Israel, die die Wirtschaftstätigkeit massiv beeinträchtigten.
Die Behörden mussten Schulen schließen und diverse Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, während Konsum und Wirtschaftstätigkeit in vielen Landesteilen zurückgingen. Der Konflikt belastete zudem das Vertrauen der Investoren und bestimmte strategische Sektoren.
Trotz dieses Rückgangs gehen mehrere Ökonomen davon aus, dass die israelische Wirtschaft schnell wieder an Dynamik gewinnen könnte, sofern die Kampfhandlungen nicht wieder aufgenommen werden. Ofer Klein wies darauf hin, dass die ersten Monate des Jahres vor der militärischen Eskalation eine starke Konjunktur aufwiesen und die Lockerung der Beschränkungen seit April bereits eine allmähliche Rückkehr zum Wachstum begünstigt.
Der Ökonom hob seine Wachstumsprognose für 2026 von zuvor 3,2 % auf 3,5 % an – ein Zeichen dafür, dass die Märkte weiterhin relativ zuversichtlich sind, dass Israel den durch die jüngsten regionalen Konflikte verursachten wirtschaftlichen Schock verkraften kann.
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