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Venezuela erklärt den UN-Hochkommissar für Menschenrechte zur Persona non grata

Venezuela erklärt den UN-Hochkommissar für Menschenrechte zur Persona non grata
Venezuela erklärt den UN-Hochkommissar für Menschenrechte zur Persona non grata

Die venezolanische Nationalversammlung, die die Regierung von Präsident Nicolás Maduro uneingeschränkt unterstützt, hat am Dienstag einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der sie den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, zur persona non grata erklärt. Dieser Entscheidung folgte auf scharfe Kritik von Herrn Türk, der vor dem Menschenrechtsrat in Genf eine Reihe schwerer Menschenrechtsverletzungen in Venezuela, darunter willkürliche Inhaftierungen und das Verschwindenlassen von Personen, angeprangert hatte.

Die venezolanische Regierung wies diese Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnete sie als ungerechtfertigte Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes. Laut den Behörden habe Herr Türk „selektive Voreingenommenheit“ gezeigt, indem er weder die Haftbedingungen der von den USA in ein Gefängnis in El Salvador abgeschobenen Venezolaner anprangerte noch die Zusammenführung der auf amerikanischem Boden von ihren Eltern getrennten Migrantenkinder forderte.

Die Erklärung zur Persona non grata hat keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen, erfolgt aber vor dem Hintergrund eines besonders angespannten Klimas zwischen Caracas und den UN-Institutionen. Das Büro des Hochkommissars wurde bereits 2023 aus dem Land ausgewiesen, nachdem der Maduro-Regierung ähnliche Vorwürfe der Voreingenommenheit vorgeworfen worden waren.

Das Büro von Volker Türk hat sich noch nicht offiziell zu dieser Entscheidung geäußert. Diese Initiative der Versammlung ist zwar symbolisch, spiegelt aber den anhaltenden Wunsch des venezolanischen Regimes wider, jeglicher Kritik von außen in Bezug auf die Menschenrechte auszuweichen. Caracas will offensichtlich jede Form internationaler Kontrolle ablehnen, da das Land vor den für Ende des Jahres geplanten Wahlen erneut unter Beobachtung steht.

Lokale und internationale NGOs verurteilten die Entscheidung des Parlaments und werteten sie als weiteres Zeichen der Feindseligkeit gegenüber Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit. Vor dem Hintergrund einer anhaltenden institutionellen Krise bestätigt der faktische Ausschluss des Hochkommissars die zunehmende Isolation Venezuelas auf der globalen diplomatischen Bühne.

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