In einer ergreifenden Erklärung am Donnerstag verurteilte der israelische Präsident Isaac Herzog dies aufs Schärfste erschreckendes Wiederaufleben des Antisemitismus auf der ganzen Welt, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Herzog betonte, dass selbst renommierte Institutionen von dieser Welle des Hasses betroffen seien und verwies auf die jüngsten Vorfälle auf amerikanischen College-Campussen.
Diese Erklärung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Solidaritätsaktionen gegenüber den Palästinensern im Gazastreifen, wo der Krieg zwischen Israel und der Hamas in den Vereinigten Staaten weiterhin hitzige Debatten auslöst. Die jüngsten Proteste haben die Debatte zwischen freier Meinungsäußerung und Vorwürfen des Antisemitismus neu entfacht und die wachsenden Spannungen innerhalb der amerikanischen akademischen Gemeinschaft verdeutlicht.
Herzog zeigte sich entsetzt über die Verherrlichung gewalttätiger Angriffe gegen Israel, darunter auch des blutigen Terroranschlags der Hamas am 7. Oktober. Er verurteilte auch antisemitische Reden und Vorfälle jüdischer Studenten an bestimmten amerikanischen Universitäten und betonte die Notwendigkeit, dieser Form der Diskriminierung entschieden entgegenzutreten.
In einer Geste der Solidarität mit jüdischen Gemeinden auf der ganzen Welt versicherte Herzog, dass das israelische Volk sie unterstützt und seine Sorgen angesichts dieses Anstiegs des Antisemitismus teilt. Er rief dazu auf, im Kampf gegen Hass und Intoleranz stark und stolz zu bleiben, und betonte, dass Einigkeit für die Bewältigung dieser Herausforderungen unerlässlich sei.
Isaac Herzog betonte auch die Bedeutung des Gedenkens an Yom HaShoah, dem Holocaust-Gedenktag, und erinnerte daran, dass das Wunder der Auferstehung des jüdischen Volkes in der Erinnerung an die dunklen Zeiten der Vergangenheit liegt. Er rief dazu auf, gemeinsam über die Geschichte und die daraus zu ziehenden Lehren nachzudenken, um eine bessere Zukunft aufzubauen, die von Toleranz und gegenseitigem Respekt geprägt ist.
Abschließend forderte Präsident Herzog ein konzertiertes Vorgehen zur Bekämpfung des Antisemitismus in all seinen Formen und zur Verteidigung der Freiheit und Sicherheit aller Juden, wo immer sie sich auf der Welt aufhalten. Er betonte, dass nur ein einheitlicher und entschlossener Ansatz es ermöglichen würde, diese Herausforderung zu meistern und eine gerechtere und friedlichere Zukunft für alle aufzubauen.