Airbus-Chef Guillaume Faury kritisierte am Montag die regulatorischen Kosten, die europäische Unternehmen belasten, scharf und argumentierte, dass die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu einem zentralen Thema der politischen Debatte in Frankreich und Europa werden müsse.
Bei der Einweihung einer neuen Montagelinie in Toulouse in Anwesenheit französischer Politiker, darunter des Verkehrsministers, betonte Faury, dass die Unternehmen mit einer Kostenanhäufung konfrontiert seien, die ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Konkurrenten schwäche.
Der Airbus-Chef hob die hohen Lohnkosten, Energiepreise und den hohen Verwaltungsaufwand hervor. Er bezeichnete die Kosten europäischer Regulierungsbarrieren als „absolut horrend“ und forderte die Behörden dringend auf, Maßnahmen zur Linderung dieser Belastungen zu ergreifen.
Seiner Ansicht nach sollte die Frage der industriellen Wettbewerbsfähigkeit zu den zentralen Themen der französischen Präsidentschaftswahlen 2027 gehören. Er glaubte, Europa müsse ein besseres Gleichgewicht zwischen seinen regulatorischen Ambitionen und der Notwendigkeit, seine industrielle Struktur zu erhalten, finden.
Diese Aussagen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem viele europäische Unternehmen seit Jahren vor der wachsenden Wettbewerbslücke gegenüber den Vereinigten Staaten und China warnen, insbesondere aufgrund von Produktionskosten, Energiepreisen und regulatorischen Anforderungen.
Trotz dieser Kritikpunkte setzt Airbus seine industrielle Entwicklung fort. Die neue Produktionslinie in Toulouse soll es dem Konzern ermöglichen, seine Produktionskapazitäten schrittweise zu erhöhen, um die weiterhin hohe weltweite Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen zu decken.
Guillaume Faury warnte jedoch davor, dass die Aufrechterhaltung dieser industriellen Dynamik ein günstigeres wirtschaftliches Umfeld erfordere, und glaubte, dass die Senkung der Kosten und der regulatorischen Komplexität nun eine strategische Frage für die Zukunft der europäischen Industrie sei.
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