Das Schweizer Parlament hat am Montag einen Entschädigungsplan für die Opfer des verheerenden Brandes in einer Bar im Skigebiet Crans-Montana in der Silvesternacht verabschiedet. Der Plan sieht eine Einmalzahlung von 50.000 Schweizer Franken (umgerechnet etwa 64.000 US-Dollar) an die Überlebenden und die Angehörigen der Opfer vor.
Dieser als „Solidaritätshilfe“ bezeichnete Beitrag zielt darauf ab, den von der Katastrophe Betroffenen rasche finanzielle Unterstützung zu gewähren. Er war bereits in der Vorwoche vom Oberhaus des Parlaments verabschiedet worden und somit für sein Inkrafttreten vorgesehen.
Bei dem Brand in der Bar „Le Constellation“ kamen 41 Menschen ums Leben und 115 wurden verletzt. Die meisten Opfer waren Jugendliche, darunter auch einige ausländische Staatsangehörige, insbesondere aus Frankreich und Italien.
Laut Zeugenaussagen und ersten Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft wurde das Feuer durch die Verwendung von Wunderkerzen während der Feier verursacht. Die Funken entzündeten vermutlich die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke der Bar, wodurch sich die Flammen rasch ausbreiteten.
Die gerichtlichen Ermittlungen dauern an. Gerichtsakten zufolge hat die Schweizer Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ausgeweitet und den Bürgermeister von Crans-Montana sowie vier weitere amtierende oder ehemalige Kommunalbeamte in den Kreis der Verdächtigen aufgenommen. Die Behörden sind insbesondere daran interessiert, festzustellen, ob Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften zu dem Ausmaß der Tragödie beigetragen haben.