Somalia steht vor einer großen humanitären Krise und könnte in den kommenden Monaten eine dramatische Verschärfung des Hungers erleben, wenn nicht schnell neue Finanzmittel freigegeben werden, warnte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) am Freitag.
Die UN-Organisation gab an, dass sie aufgrund fehlender Ressourcen möglicherweise bereits im Juli gezwungen sein könnte, einen Teil ihrer humanitären Hilfe zu unterbrechen.
Laut Welternährungsprogramm (WFP) leiden derzeit etwa sechs Millionen Somalier – fast ein Drittel der Bevölkerung – unter akuter Ernährungsunsicherheit. Knapp 1,9 Millionen Kinder sind von akuter Mangelernährung betroffen.
Die Organisation erklärt, dass mehrere Regenzeiten mit unzureichendem Niederschlag Ernten und Viehbestände vernichtet und damit eine Situation verschlimmert haben, die bereits durch bewaffnete Konflikte und anhaltende Unsicherheit im Land geschwächt war.
Das Welternährungsprogramm (WFP) betont außerdem, dass erhebliche Kürzungen der internationalen Hilfe und Störungen der Lieferketten im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten die Bereitstellung humanitärer Hilfe zusätzlich erschweren.
„Somalia steht vor einer extremen Mangelernährungskrise“, erklärte die Organisation und rief die internationale Gemeinschaft auf, dringend neue Finanzmittel zu mobilisieren, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden.
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