Pakistan und Indonesien befinden sich laut mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Sicherheitskreisen in fortgeschrittenen Gesprächen über ein Militärkooperationsabkommen, das den Verkauf von Kampfflugzeugen und Drohnen umfasst. Die Verhandlungen betreffen demnach die Mehrzweckkampfflugzeuge JF-17 Thunder, die gemeinsam von Pakistan und China entwickelt wurden, sowie Aufklärungs- und Kampfdrohnen.
Laut diesen Quellen könnte das geplante Abkommen mehr als 40 JF-17-Kampfflugzeuge umfassen. Jakarta soll zudem Interesse an Pakistans Shahpar-Drohnen bekundet haben. Konkrete Angaben zu Lieferzeiten oder Vertragslaufzeit wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Die Gespräche fanden in Islamabad während eines Treffens zwischen dem indonesischen Verteidigungsminister, Sjafrie Sjamsoeddinund dem Stabschef der pakistanischen Luftwaffe, Zaheer Ahmed Baber Sidhu. Behörden beider Länder bestätigten das Treffen, betonten jedoch, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei.
In einer Erklärung teilte das indonesische Verteidigungsministerium mit, dass die Gespräche sich im Wesentlichen auf die Stärkung der strategischen Zusammenarbeit, die Verbesserung des institutionellen Austauschs und die Sondierung langfristiger Verteidigungspartnerschaften konzentrierten. Das pakistanische Militär präzisierte, dass der indonesische Minister auch mit dem Generalstabschef der Armee, General [Name fehlt], zusammengetroffen sei. Asim Munirum die regionale und globale Sicherheitslage zu erörtern.
Indonesien bemüht sich seit Jahren um die Modernisierung seiner veralteten Luftwaffe. Jakarta hat bereits 42 Rafale-Kampfjets aus Frankreich für 2022 und 48 KAAN-Kampfjets aus der Türkei für 2025 bestellt und prüft gleichzeitig weitere Optionen, darunter chinesische J-10-Flugzeuge und amerikanische F-15EX. Ein Abkommen mit Islamabad würde die Beschaffungsquellen für Militärgüter weiter diversifizieren.
Aus pakistanischer Sicht sind diese Verhandlungen Teil einer umfassenderen Strategie zur Steigerung der Exporte der eigenen Verteidigungsindustrie. Das internationale Interesse an der JF-17 Thunder hat seit ihrem Einsatz im kurzen Konflikt mit Indien im Jahr 2025 deutlich zugenommen. Pakistan hat seither mehrere Abkommen unterzeichnet bzw. ausgehandelt, insbesondere mit Aserbaidschan, Libyen und dem Sudan, und erwägt zudem ein Verteidigungsabkommen mit Bangladesch.