Das vom Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff trifft unter strengen Gesundheitskontrollen in Rotterdam ein.
Das vom Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff trifft unter strengen Gesundheitskontrollen in Rotterdam ein.

Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius, auf dem ein Hantavirus-Ausbruch stattgefunden hat, der bereits drei Todesfälle verursacht hat, soll am Montagmorgen in Rotterdam eintreffen, wo die niederländischen Behörden eine große Gesundheitsoperation und Quarantänemaßnahmen vorbereiten.

Das Schiff wird nach seiner Ankunft im Hafen desinfiziert. Die Behörden haben Quarantäneeinrichtungen für die 25 Besatzungsmitglieder und die beiden medizinischen Fachkräfte eingerichtet, die sich noch an Bord befinden. Ob diese Personen die gesamte empfohlene Quarantänezeit von 42 Tagen in Isolation verbringen werden, ist noch nicht bekannt.

Der Ausbruch schwerer Atemwegserkrankungen wurde der Weltgesundheitsorganisation erstmals am 2. Mai gemeldet. Auf dem von Oceanwide Expeditions betriebenen Luxusschiff befanden sich etwa 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder aus 23 Ländern.

Seit Ausbruch der Pandemie sind drei Menschen gestorben: ein niederländisches Ehepaar und ein deutscher Staatsbürger. Die Gesundheitsbehörden überwachen nun weitere Passagiere und Besatzungsmitglieder, die möglicherweise dem Virus ausgesetzt waren.

Das Schiff lag mehrere Tage vor der Küste Kap Verdes fest, da die örtlichen Behörden den Passagieren aus gesundheitlichen Gründen die Ausschiffung verweigerten. Die WHO und die Europäische Union baten Spanien daraufhin, eine Evakuierung auf die Kanarischen Inseln zu organisieren.

Nach dieser Operation stach die MV Hondius mit reduzierter Besatzung und zwei zusätzlichen Betreuern an Bord, die den Gesundheitszustand der übrigen Personen überwachen sollten, wieder in See Richtung Rotterdam.

Die WHO betonte dennoch, dass dieser Ausbruch „nichts mit COVID-19 zu tun hat“, um Panik zu vermeiden, da mehrere europäische Länder bereits ihre Gesundheitsüberwachungssysteme rund um das Schiff verstärken.

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