Der Kreml hat versichert, dass die Einschränkungen des Internetzugangs in Russland vorübergehend und durch Sicherheitsgründe motiviert seien und dass sie aufgehoben würden, sobald die aktuelle Bedrohung beseitigt sei.
Diese Maßnahmen führten insbesondere im März zu einem fast dreiwöchigen Ausfall des mobilen Internets in Moskau und beeinträchtigten den Alltag vieler Einwohner. Ähnliche Blockaden werden weiterhin sporadisch in anderen Teilen des Landes verhängt.
Die russischen Behörden begründen diese Einschränkungen mit der Befürchtung, ukrainische Drohnen könnten Mobilfunknetze zur Steuerung von Angriffen nutzen. In diesem Zusammenhang haben sie auch ihre Kontrolle über digitale Netzwerke verschärft und dabei insbesondere Messenger-Apps wie Telegram und virtuelle private Netzwerke (VPNs) ins Visier genommen, die häufig zur Umgehung der Zensur eingesetzt werden.
Kremlsprecher Dmitri Peskow wies die Idee einer Einschränkung der Freiheiten zurück und erklärte, die aktuelle Lage erfordere außergewöhnliche Maßnahmen. „Wir befinden uns in einer Situation, in der Sicherheitserwägungen bestimmte Entscheidungen diktieren“, sagte er.
Diese Einschränkungen sind Teil einer umfassenderen Verschärfung der Informationskontrolle in Russland seit Beginn des Konflikts mit der Ukraine, was Kritik an Angriffen auf die digitalen Freiheiten und den Zugang zu Informationen hervorgerufen hat.
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