Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen wird aufgrund eines drastischen Rückgangs der Finanzmittel weitere Stellen streichen und dringende Reformen durchführen müssen, obwohl sich die humanitären Krisen weltweit weiter verschärfen.
In einem Brief an die Mitgliedstaaten, der Reuters vorliegt, gab UNHCR-Hochkommissar Barham Salih an, dass die Organisation im Jahr 2026 mit Finanzmitteln von etwas über 3 Milliarden Dollar plant, etwa 15 Prozent weniger als im Jahr 2025.
Das UNHCR, das insbesondere mit Binnenvertriebenen in der Ukraine, im Sudan und in mehreren Konfliktgebieten arbeitet, hatte bereits im vergangenen Jahr Tausende von Stellenstreichungen angekündigt.
Dem Schreiben zufolge sind die verfügbaren Mittel der Agentur im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um etwa 30 % gesunken, hauptsächlich aufgrund reduzierter Beiträge der Vereinigten Staaten und anderer Geberländer, von denen einige ihre Budgets auf Militärausgaben umleiten.
Barham Salih ist der Ansicht, dass die aktuelle Situation „weder finanziell noch operativ tragbar“ ist und warnt davor, dass Hunderte von Mitarbeitern aufgrund fehlender Stellenangebote bis Ende September ihren Arbeitsplatz verlieren könnten.
Diese Krise trifft uns zu einer Zeit, in der die Zahl der Menschen, die durch Kriege und Verfolgung vertrieben werden, weltweit weiter steigt.
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