Der IWF hebt seine Wachstumsprognosen für Großbritannien an, warnt aber vor politischen Risiken.
Der IWF hebt seine Wachstumsprognosen für Großbritannien an, warnt aber vor politischen Risiken.

Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognosen für die britische Wirtschaft im Jahr 2026 angehoben, warnte jedoch gleichzeitig davor, dass politische Instabilität und internationale Spannungen die Wirtschaftstätigkeit belasten könnten.

Der IWF prognostiziert nun für Großbritannien in diesem Jahr ein Wachstum von 1,0 %, verglichen mit 0,8 % in seinen Schätzungen vom April. Diese Aufwärtskorrektur ist im Wesentlichen auf die für Ende 2025 und Anfang 2026 erwartete verbesserte Wirtschaftsleistung zurückzuführen.

Die britische Finanzministerin Rachel Reeves begrüßte die Verbesserung als ermutigendes Zeichen für die Regierung von Premierminister Keir Starmer.

Der IWF warnte jedoch vor neuen „inländischen Unsicherheiten“, die sich auf die Konsumausgaben der privaten Haushalte und die Investitionen der Unternehmen auswirken könnten, da sich die britische Regierung in einer politisch heiklen Phase befinde.

Die Organisation wies zudem darauf hin, dass der Krieg im Nahen Osten die kurzfristigen Wirtschaftsaussichten trübe. Die Inflation in Großbritannien dürfte bis Ende des Jahres einen Höchststand von fast 4 % erreichen.

Laut IWF ist eine weitere Erhöhung der Zinssätze durch die Bank von England möglicherweise nicht notwendig, wenn die Ölpreise fallen und sich der Arbeitsmarkt weiter abschwächt.

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