Mahmud Abbas' Sohn stieg inmitten des Kampfes um die palästinensische Nachfolge an die Spitze der Fatah auf.
Mahmud Abbas' Sohn stieg inmitten des Kampfes um die palästinensische Nachfolge an die Spitze der Fatah auf.

Der Sohn des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas hat sich innerhalb der Fatah eine strategische Position gesichert, was Spekulationen über die Nachfolge des 90-jährigen Führers an der Spitze der Palästinensischen Autonomiebehörde anheizt.

Laut einem Parteifunktionär wurde Yasser Abbas auf dem ersten Generalkongress der Fatah seit fast zehn Jahren in Ramallah in das Zentralkomitee der Fatah, das oberste Leitungsgremium der Bewegung, gewählt.

Der Kongress bestätigte zudem Mahmud Abbas' fortgesetzte Führung der Fatah trotz seines hohen Alters und wachsender Unsicherheiten hinsichtlich der Zukunft der palästinensischen Politik. Ein offizieller Nachfolger wurde noch nicht benannt.

Der Aufstieg des Millionärs und Geschäftsmanns Jassir Abbas hat die von einigen palästinensischen Gegnern bereits erhobenen Vorwürfe des Nepotismus neu entfacht. Mehrere Beobachter vermuten seit Langem, dass Mahmud Abbas seinen Sohn für eine zentrale Rolle in der künftigen politischen Führung Palästinas vorbereiten will.

Diese Entwicklung fällt in eine Zeit, in der die Palästinensische Autonomiebehörde eine tiefe Krise durchlebt, die von weit verbreiteter Unbeliebtheit, finanziellen Schwierigkeiten und anhaltender politischer Lähmung geprägt ist. Die im Rahmen der Oslo-Abkommen der 1990er-Jahre zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) gegründete Palästinensische Autonomiebehörde kämpft nun darum, ihre Legitimität in den Augen eines Teils der Bevölkerung zu bewahren.

Die Frage der Nachfolge von Mahmud Abbas hat sich zu einem der wichtigsten politischen Themen der Palästinenser entwickelt, wobei mehrere Persönlichkeiten der Fatah und des Sicherheitsapparats als potenzielle Machtanwärter gelten.

Im Kontext des Krieges in Gaza und der zunehmenden Spannungen mit Israel werden die internen Entwicklungen innerhalb der Fatah von regionalen und internationalen Akteuren genau beobachtet, die nach der Ära Abbas eine weitere Instabilität in den palästinensischen Gebieten befürchten.

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