Die Brexit-Debatte ist innerhalb der britischen Labour-Partei wieder aufgeflammt.
Die Brexit-Debatte ist innerhalb der britischen Labour-Partei wieder aufgeflammt.

Wes Streeting entfachte die Brexit-Debatte neu, indem er erklärte, der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sei ein „katastrophaler Fehler“ gewesen, und behauptete, das Land könne „eines Tages“ wieder der EU beitreten.

Diese Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem sich Streeting als potenzieller Rivale von Premierminister Keir Starmer im bevorstehenden Rennen um den Labour-Vorsitz positioniert.

In einer Rede in London erklärte Wes Streeting, dass „Großbritanniens Zukunft in Europa liegt“, und rückte damit ein Thema wieder in den Vordergrund, das fast zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum politisch brisant geworden ist.

Seine Äußerungen überraschten einige Funktionäre der Labour-Partei, von denen einige der Ansicht waren, dass die europäische Frage für die britischen Wähler keine Priorität mehr habe.

Die Wiederaufnahme der Debatte könnte jedoch der EU-feindlichen populistischen Partei von Nigel Farage und Reform UK zugutekommen, die weiterhin vehement für den Brexit eintreten.

Ein weiterer potenzieller Kandidat für den Vorsitz der Labour-Partei, Andy Burnham, spielte die Bedeutung des Themas herunter und behauptete, der Brexit sei für die Wähler im aktuellen Wahlkampf kein zentrales Anliegen.

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