Der neue Direktor des Mossad, Roman Gofman, hat im Zuge einer Umstrukturierung des Führungsteams nach seiner kürzlichen Ernennung beschlossen, den stellvertretenden Direktor des israelischen Geheimdienstes zu entlassen.
Laut israelischen Medien wurde der betreffende Beamte, der lediglich mit dem Initial „A.“ identifiziert wurde, am Freitag darüber informiert, dass seine Amtszeit als stellvertretender Direktor endet. Diese Entscheidung wurde in einer Erklärung des israelischen Premierministerbüros im Namen des Mossad bestätigt.
Die Agentur teilte mit, dass Roman Gofman einen neuen stellvertretenden Direktor aus den eigenen Reihen ernennen wolle, um das Team zu bilden, das ihn bei der Leitung der Organisation in den nächsten Jahren unterstützen soll.
„Diese Entscheidung ist Teil der Amtsübernahme des neuen Direktors des Mossad, der bestrebt ist, ein Führungsteam aufzubauen, das ihn bei der Erreichung der Ziele der Organisation und der Bewältigung ihrer Herausforderungen unterstützen wird“, hieß es in der Erklärung.
Laut dem israelischen Medienportal Ynet galt der abgesetzte stellvertretende Direktor als natürlicher Nachfolger des ehemaligen Mossad-Chefs David Barnea. Barnea soll seine Kandidatur für die Leitung des Geheimdienstes unterstützt haben.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu entschied sich jedoch dafür, Roman Gofman, den ehemaligen Militärsekretär des Premierministers, zum Chef des Mossad zu ernennen.
Laut Angaben der israelischen Presse lehnte David Barnea diese Ernennung ab und zog es vor, dass sein ehemaliger Stellvertreter ihm nachfolgen sollte.
Bislang wurde noch kein Nachfolger für die Position des stellvertretenden Direktors ernannt. Dennoch wird diese Veränderung als eines der ersten Anzeichen für Roman Gofmans Bestreben gewertet, den israelischen Geheimdienst durch die Erneuerung des Führungsteams zu prägen.
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