Die Schweiz hat zwei Anträge der Vereinigten Staaten auf Überflug ihres Territoriums für Flüge im Zusammenhang mit dem Konflikt mit dem Iran abgelehnt, drei andere Flüge hingegen genehmigt, wie die Schweizer Regierung mitteilte.
Die Schweizer Behörden erklärten, sie hätten mehrere Anträge auf Überflüge durch amerikanische Militär- und Regierungsflugzeuge im Hinblick auf die nationale Neutralitätsgesetzgebung geprüft. Laut diesem Gesetz sind Überflüge von Konfliktparteien zu militärischen Zwecken, die in direktem Zusammenhang mit Kampfhandlungen stehen, verboten.
Zwei der Flüge wurden daher abgelehnt, da sie als mit militärischen Operationen im Kontext des laufenden Krieges in Zusammenhang stehend eingestuft wurden. Drei weitere Anträge wurden jedoch genehmigt, da sie nicht gegen die Neutralitätsregeln verstießen.
Bei den genehmigten Flügen handelte es sich um zwei Transportflugzeuge und ein Wartungsflugzeug, deren Aufgaben nicht in direktem Zusammenhang mit militärischen Operationen standen.
Die Schweizer Regierung warnte außerdem, dass künftige Anträge abgelehnt werden könnten, wenn sie das normale Verkehrsaufkommen überschritten oder der genaue Zweck der Überflüge nicht eindeutig festgestellt werden könne.
Diese Entscheidung verdeutlicht den Wunsch der Schweiz, an ihrer traditionellen Neutralitätspolitik festzuhalten und gleichzeitig dem diplomatischen Druck im Zusammenhang mit der Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten gerecht zu werden.