Nach weiteren Verzögerungen erwägt die Schweiz Alternativen zu den US-Patriot-Raketen.
Nach weiteren Verzögerungen erwägt die Schweiz Alternativen zu den US-Patriot-Raketen.

Die Schweiz gab am Mittwoch bekannt, dass sie den Kauf von Luftverteidigungssystemen anderer Anbieter erwägt, nachdem sie von den Vereinigten Staaten über weitere Verzögerungen bei der Lieferung der Patriot-Raketenabwehrsysteme informiert worden war.

Die Schweizer Regierung bestellte im Jahr 2022 fünf MIM-104 Patriot-Systeme. Ursprünglich waren die Lieferungen zwischen 2026 und 2028 geplant, wurden aber aufgrund des Krieges in der Ukraine bereits um vier bis fünf Jahre verschoben.

Laut Bern hat Washington nun gewarnt, dass der Krieg gegen den Iran zu weiteren Verzögerungen und Kostensteigerungen führen wird. Die Schweizer Behörden schätzen, dass sich die Lieferungen um weitere fünf bis sieben Jahre verzögern könnten.

Die Schweizer Regierung teilte mit, dass „alle Optionen zu Lieferverzögerungen sowie erheblichen Mehrkosten führen würden“.

Die Schweiz erwartet bis Ende des Monats Antworten von fünf weiteren potenziellen Lieferanten von Langstrecken-Luftverteidigungssystemen. Laut Regierung handelt es sich dabei um Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Israel und Südkorea.

Bern hat erklärt, dass es bei seinen künftigen Luftverteidigungssystemen die europäische Produktion so weit wie möglich priorisieren will.

Es wird erwartet, dass der Schweizer Bundesrat in den kommenden Monaten über die nächsten Schritte entscheiden wird.

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