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Russland verurteilte am Mittwoch die auf dem NATO-Gipfel in der Türkei getroffenen Entscheidungen aufs Schärfste und erklärte, sie könnten „katastrophale“ Folgen haben, nachdem das Bündnis neue Militärhilfe für die Ukraine angekündigt und sein Bekenntnis zur kollektiven Verteidigung seiner Mitglieder bekräftigt hatte.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf der NATO vor, ihre Politik der „Militarisierung des europäischen Kontinents“ unverändert fortzusetzen, ihre militärischen Kapazitäten zu stärken und sich auf eine bewaffnete Konfrontation mit Russland vorzubereiten, während sie gleichzeitig die Ukraine weiterhin unterstütze. Laut Sacharowa hätten die Strategen des Bündnisses „unverantwortliche“ Entscheidungen getroffen, die zu einer Katastrophe „nicht nur für die NATO, sondern für die ganze Welt“ führen könnten.

Auf dem Gipfeltreffen sagten die NATO-Mitgliedstaaten zu, der Ukraine bis 2026 Militärhilfe in Höhe von 70 Milliarden Euro (rund 80 Milliarden US-Dollar) zu leisten. Die Staats- und Regierungschefs bekräftigten außerdem ihr „unerschütterliches Bekenntnis“ zum in Artikel 5 des Bündnisvertrags verankerten Prinzip der kollektiven Verteidigung und kündigten Rüstungsaufträge im Wert von mindestens 50 Milliarden US-Dollar an.

Maria Sacharowa erklärte außerdem, dass die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und ihren NATO-Verbündeten weiterhin bestünden. Sie erwähnte insbesondere Meinungsverschiedenheiten über Grönland und deutete an, dass Washington von der mangelnden Unterstützung einiger Partner in verschiedenen internationalen Fragen enttäuscht sei.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte seinerseits war der Ansicht, dass die manchmal offenkundigen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump Auch die anderen führenden Vertreter der Allianz bestätigten die demokratische Funktionsweise der Organisation. In einem Interview mit Reuters erklärte er, dass der russische Präsident Wladimir Putin auch in seinem eigenen Land eine offenere Debatte zulassen sollte.

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