Russland gab am Mittwoch bekannt, dass es eine groß angelegte Nuklearübung durchgeführt habe, bei der Atomsprengköpfe auf mobilen ballistischen Raketensystemen vom Typ Iskander-M stationiert wurden. Diese Machtdemonstration erfolgt inmitten zunehmender Spannungen mit dem Westen.
Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte Bilder, die Soldaten beim Transport von Atomsprengköpfen, deren Montage auf mobilen Abschussvorrichtungen und dem anschließenden Transport der Systeme zu Feuerstellungen zeigen. Moskau behauptet, die Truppen seien für die „höchste Einsatzbereitschaft für den Einsatz von Atomwaffen“ ausgebildet worden.
Laut russischen Behörden finden diese Manöver über drei Tage in Russland und Belarus statt. Die genauen Übungsorte wurden nicht bekannt gegeben. Videos des Ministeriums zeigen unter anderem technische Teams bei der Vorbereitung der Startrohre für Iskander-M-Raketen, die konventionelle oder nukleare Sprengköpfe tragen können.
Diese Übung findet inmitten extrem hoher Spannungen zwischen Moskau und den westlichen Ländern seit Beginn des Ukraine-Krieges statt. Der Kreml stellt den Konflikt regelmäßig als existenzielle Konfrontation zwischen Russland und dem von der NATO geführten Westen dar.
Einen Tag zuvor hatte ein hochrangiger russischer Diplomat gewarnt, dass das Risiko einer direkten Konfrontation zwischen Russland und der NATO gefährlich zunehme. Moskau wirft mehreren europäischen Hauptstädten vor, die Kriegsrhetorik anzuheizen, indem sie die Möglichkeit eines hochintensiven Konflikts mit Russland ins Spiel bringen.
Die Iskander-M-Raketen nehmen eine zentrale Stellung in der russischen Militärstrategie ein. Diese mobilen, schwer aufzuspürenden Systeme sind für den schnellen Angriff auf strategische Militärziele konzipiert und können mit taktischen Atomsprengköpfen bestückt werden.
Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat Russland seine nuklearen Übungen und Warnungen im Zusammenhang mit seinem strategischen Arsenal verstärkt. Analysten werten dies als Abschreckungsversuch gegenüber den Vereinigten Staaten und den europäischen Verbündeten Kiews.
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