Die im Iran inhaftierte iranische Aktivistin Narges Mohammadi wurde in ein Krankenhaus in Teheran verlegt und erhielt gegen Hinterlegung einer beträchtlichen Kaution eine vorläufige Aussetzung ihrer Haftstrafe, wie eine von ihrer Familie geführte Stiftung am Sonntag mitteilte.
Narges Mohammadi, 54, erhielt 2023 den Friedensnobelpreis, während sie bereits inhaftiert war. Das Nobelkomitee würdigte ihren Kampf für Frauenrechte und gegen die Todesstrafe im Iran.
Laut ihrer Stiftung erlitt die Aktivistin vor etwa zwei Wochen einen Herzinfarkt. Ihre Familie forderte bereits seit mehreren Tagen ihre Verlegung aus dem Gefängnis von Zanjan im Nordwesten des Landes, damit sie in der iranischen Hauptstadt eine spezialisierte medizinische Behandlung erhalten könne.
Die Narges Mohammadi Stiftung teilte in einer Erklärung mit, dass die Oppositionelle nach ihrem Transport mit dem Krankenwagen nun im Pars-Krankenhaus in Teheran von ihrem eigenen Ärzteteam behandelt werde.
Im vergangenen Februar gab die Stiftung bekannt, dass Narges Mohammadi zu weiteren siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden war. Diese Bekanntgabe erfolgte nur wenige Wochen vor Ausbruch des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran.
Das Nobelkomitee forderte damals die iranischen Behörden auf, die Aktivistin unverzüglich freizulassen und verurteilte die Fortsetzung ihrer Inhaftierung trotz ihres Gesundheitszustandes und ihrer internationalen Anerkennung.
Narges Mohammadi, eine Schlüsselfigur im Kampf für die Menschenrechte im Iran, wurde in den letzten Jahren aufgrund ihres Aktivismus und ihrer Kritik an den iranischen Behörden mehrfach verhaftet und verurteilt.
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