Griechenland möchte angesichts regionaler Spannungen italienische Fregatten kaufen, um seine Flotte zu verstärken.
Griechenland möchte angesichts regionaler Spannungen italienische Fregatten kaufen, um seine Flotte zu verstärken.

Griechenland hofft, bis April ein Abkommen mit Italien über den Kauf von Fregatten der Bergamini-Klasse abzuschließen. Dies ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms seiner Streitkräfte. Verteidigungsminister Nikos Dendias bestätigte dies in einem am Sonntag veröffentlichten Interview.

Laut dem Minister möchte Athen die Verhandlungen zügig abschließen, um ein Abkommen über den Kauf von zwei FREMM-Fregatten mit einer Option auf zwei weitere Schiffe zu unterzeichnen. „Wir hoffen, dass die Verhandlungen mit Italien abgeschlossen werden und wir bis April ein Abkommen über den Kauf von 2+2 Fregatten unterzeichnen können“, sagte Dendias gegenüber einer griechischen Zeitung.

Die Gespräche zwischen den beiden Ländern knüpfen an die im vergangenen Jahr von hochrangigen griechischen und italienischen Beamten unterzeichneten Kooperationsvereinbarungen zur Marine an. Diese Abkommen ebneten den Weg für eine engere Partnerschaft im Bereich der maritimen Verteidigung.

Athen wünscht sich laut Minister außerdem, dass diese neuen Schiffe mit der ELSA-Rakete der nächsten Generation ausgestattet werden. Die Integration dieses Waffensystems würde die Offensiv- und Defensivfähigkeiten der griechischen Marine stärken.

Dieses Beschaffungsprojekt ist Teil eines mehrjährigen Verteidigungsplans mit einem geschätzten Volumen von rund 28 Milliarden Euro. Das Programm umfasst insbesondere den Kauf neuer U-Boote aus Frankreich sowie weiterer militärischer Ausrüstung zur Modernisierung der französischen Streitkräfte.

Griechenland ist daher bestrebt, seine militärischen Kapazitäten im Kontext der anhaltenden Rivalität mit der Türkei, seinem Nachbarn und historischen Rivalen im östlichen Mittelmeer, zu stärken. Diese Strategie zielt darauf ab, das Machtgleichgewicht in einer Region zu wahren, die von starken geopolitischen Spannungen geprägt ist.