Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) weist Haftbefehle gegen israelische Beamte zurück und rügt ein israelisches Medienunternehmen.
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) weist Haftbefehle gegen israelische Beamte zurück und rügt ein israelisches Medienunternehmen.

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) wies am Sonntag Presseberichte entschieden zurück, wonach neue Haftbefehle gegen mehrere israelische politische und militärische Funktionäre wegen angeblicher Verbrechen gegen Palästinenser ausgestellt worden seien.

In einer Mitteilung an Journalisten erklärte ICC-Sprecherin Oriane Maillet, die von der israelischen Tageszeitung Haaretz veröffentlichten Informationen seien „ungenau“.

„Der Gerichtshof lehnt die Ausstellung neuer Haftbefehle im Zusammenhang mit der Situation im Staat Palästina ab“, sagte der Vertreter der internationalen Justizinstitution mit Sitz in Den Haag.

Laut einem Artikel in einer israelischen Zeitung wurden gegen fünf weitere israelische Beamte Haftbefehle im Zusammenhang mit den Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) zu Gewalttaten in den palästinensischen Gebieten erlassen. Der Gerichtshof machte jedoch keine weiteren Angaben zum genauen Stand seiner laufenden Verfahren.

Die Frage der IStGH-Ermittlungen gegen Israel und die palästinensischen Gebiete ist nach wie vor ein äußerst sensibles diplomatisches und politisches Thema. Israel bestreitet seit Langem die Zuständigkeit des Gerichtshofs in dieser Angelegenheit und weist Anschuldigungen gegen seine Führung und seine Armee zurück.

Die Untersuchungen des IStGH konzentrieren sich insbesondere auf mutmaßliche Verbrechen, die in den palästinensischen Gebieten im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts begangen wurden, der sich durch den Krieg in Gaza noch verschärft hat.

Diese Dementi erfolgt in einem besonders angespannten internationalen Klima im Zusammenhang mit internationalen Rechtsstreitigkeiten um den Konflikt, da mehrere Menschenrechtsorganisationen weiterhin die Strafverfolgung derjenigen fordern, die für die auf beiden Seiten begangene Gewalt verantwortlich sind.

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