Nordkorea hat erneut strategische Marschflugkörper und Anti-Schiffs-Raketen von einem Kriegsschiff aus getestet und damit seine militärischen Fähigkeiten weiter gestärkt. Die Tests wurden laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Zerstörer Choe Hyon aus durchgeführt.
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un nahm persönlich an den Tests teil, begleitet von hochrangigen Verteidigungsbeamten und Marinekommandeuren. Offiziell sollte damit die Einsatzfähigkeit des Schiffes und die Leistungsfähigkeit seiner Waffensysteme überprüft werden.
Insgesamt wurden zwei Marschflugkörper und drei Seezielflugkörper abgefeuert. Ziel dieser Tests war insbesondere die Erprobung des integrierten Waffenführungssystems, die Schulung der Besatzungen in den Abschussverfahren sowie die Überprüfung der Genauigkeit und Störfestigkeit der modernisierten Navigationssysteme.
Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA flogen die Raketen über weite Strecken über die Gewässer vor der Westküste des Landes, bevor sie ihre Ziele mit, wie es hieß, „extremer“ Präzision trafen. Pjöngjang präsentiert diese Ergebnisse als Beweis für seine verbesserten militärischen Fähigkeiten.
Unterdessen wurde Kim Jong Un über Pläne zur Entwicklung zweier weiterer, derzeit im Bau befindlicher Zerstörer informiert, ein Zeichen für den Wunsch, die Marineflotte des Landes zu erweitern.
Der nordkoreanische Machthaber bekräftigte, dass die Stärkung der nuklearen Abschreckung weiterhin oberste Priorität habe, und forderte den weiteren Ausbau strategischer Angriffsfähigkeiten und eine verbesserte militärische Reaktionsfähigkeit. Diese Tests finden inmitten erhöhter regionaler Spannungen statt, da Pjöngjangs Machtdemonstrationen regelmäßig Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft auslösen.
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