Nordkorea hat am Samstag nach dem NATO-Gipfel die USA und ihre Verbündeten scharf kritisiert und ihnen vorgeworfen, Militärbündnisse zu stärken und das globale Wettrüsten anzuheizen. In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung betonte das nordkoreanische Außenministerium, dass jegliche Denuklearisierungsbemühungen bei Washingtons Verbündeten beginnen müssten.
Pjöngjang wirft den NATO-Führern vor, die Entwicklung seines Waffenarsenals als Bedrohung darzustellen, und betont gleichzeitig, es übe ein „legitimes souveränes Recht“ auf die Sicherung seiner eigenen Verteidigung aus. Das nordkoreanische Regime verurteilt zudem die verstärkte militärische Zusammenarbeit zwischen der NATO und ihren Partnern im asiatisch-pazifischen Raum.
Nach Angaben des nordkoreanischen Außenministeriums bestätigte der NATO-Gipfel eine gesteigerte Bereitschaft zur Konfrontation, die sich in erhöhten Militärausgaben und einer strategischen Annäherung an die asiatischen Verbündeten der USA äußerte.
Auf dem diese Woche in der Türkei abgehaltenen Gipfeltreffen kündigten die Mitglieder der Allianz Rüstungs- und Verteidigungsindustriegeschäfte im Wert von über 50 Milliarden Dollar an, während US-Präsident Donald Trump Druck auf die europäischen Länder ausübte, ihren Beitrag zur kollektiven Sicherheit zu erhöhen.
Am Rande dieses Treffens äußerte der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung seinen Wunsch, die Zusammenarbeit zwischen Seoul und den NATO-Staaten zu stärken, insbesondere in den Bereichen Forschung, Spitzentechnologien und der Produktion von Waffensystemen – Initiativen, die von Nordkorea als Bedrohung für die regionale Stabilität verurteilt wurden.
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