Bei einer Schießerei mit anschließender Geiselnahme in Kiew kamen mindestens sechs Menschen ums Leben, mehrere wurden verletzt. Die Sicherheitskräfte erschossen den Verdächtigen schließlich nach gescheiterten Verhandlungen. Die ukrainischen Behörden gehen von einem möglichen Terroranschlag aus, die Motive sind aber noch unklar.
Ersten Berichten zufolge eröffnete ein Mann im Stadtteil Holosiivskyi aus nächster Nähe das Feuer auf Passanten, verbarrikadierte sich anschließend in einem Supermarkt und nahm Geiseln. Die Polizei schritt nach etwa 40-minütigen Verhandlungen ein und beendete die Situation durch den Tod des Angreifers.
Die Verluste sind hoch: Sechs Menschen starben, einige auf der Straße, andere erlagen ihren Verletzungen. Vierzehn weitere wurden laut Angaben des Präsidenten verletzt. Volodymyr Zelenskyder den Tod einer Geisel während des Angriffs erwähnte.
Unter den Opfern befand sich ein Ehepaar, dessen zwölfjähriger Sohn verletzt wurde, wie Generalstaatsanwalt Ruslan Kravchenko mitteilte. Zahlreiche Rettungskräfte waren vor Ort, wo Bilder die Bergung der Leichen und die Versorgung der Verletzten zeigen.
Der Verdächtige, ein Mann russischer Herkunft, der in der Ostukraine gelebt hatte, ist noch nicht eindeutig identifiziert. Das Motiv ist noch unklar. Die Sicherheitsbehörden haben Ermittlungen wegen Terrorismusverdachts eingeleitet, um die Umstände des Angriffs aufzuklären.
Schießereien dieser Art sind in der Ukraine, einem Land, das häufiger mit Luftangriffen im Zusammenhang mit dem Konflikt mit Russland konfrontiert ist, nach wie vor selten. Dieses Ereignis hat die Bevölkerung zutiefst erschüttert und die Sorgen um die innere Sicherheit neu entfacht.
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