Die japanische Wirtschaft erholte sich im vierten Quartal 2025 nur geringfügig. Laut offiziellen Daten, die am Montag veröffentlicht wurden, stieg das BIP lediglich um 0,1 %. Dies war zwar eine Verbesserung gegenüber dem Rückgang im Vorquartal (-0,7 %), blieb aber deutlich hinter den Erwartungen der Wirtschaftsexperten zurück, die ein Wachstum von 0,4 % prognostiziert hatten. Für das Gesamtjahr erreichte das Wachstum 1,1 % und markierte damit eine Erholung nach dem Rückgang im Jahr 2024.
Diese moderate Erholung erfolgt trotz des massiven Konjunkturpakets, das Premierministerin Sanae Takaichi im Oktober aufgelegt hat. Das 117 Milliarden Euro umfassende Programm soll die Kaufkraft angesichts der anhaltenden Inflation stützen, die weiterhin über dem Zielwert der japanischen Zentralbank liegt. Zwar haben sich die Preise leicht erholt, doch der private Konsum bleibt schwach, die rückläufigen Ausgaben nähren Zweifel an der Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen.
Die internationale Lage belastet die Wirtschaft weiterhin stark. Die Exporte in die USA sind trotz eines Handelsabkommens, das die Zölle zunächst senkte, deutlich zurückgegangen. Hinzu kommen die Handelsspannungen mit China, die sowohl Handel als auch Tourismus beeinträchtigen. Trotz einer gestärkten Parlamentsmehrheit muss die japanische Regierung nun beweisen, dass ihre Finanzstrategie das Wachstum nachhaltig wiederbeleben kann, ohne die Verschuldung weiter zu erhöhen oder den Inflationsdruck erneut anzuheizen.