Janez Janša übernimmt die Führung Sloweniens: Parlament billigt bedeutenden politischen Kurswechsel
Janez Janša übernimmt die Führung Sloweniens: Parlament billigt bedeutenden politischen Kurswechsel

Das slowenische Parlament hat am Donnerstag die neue Mitte-Rechts-Regierung unter Janez Janša bestätigt und damit den Weg für seine vierte Amtszeit als Ministerpräsident geebnet. Er hat Steuersenkungen, einen verstärkten Kampf gegen Korruption und Maßnahmen zur Reduzierung der Machtkonzentration versprochen.

Die Regierung erhielt mit 49 zu 30 Stimmen das Vertrauen des Parlaments. Das neue Kabinett besteht aus 15 Ministern, überwiegend aus der SDS-Partei von Janez Janša, sowie Mitgliedern mehrerer Koalitionspartner. Dieses Fünf-Parteien-Bündnis hält 43 der 90 Sitze im Parlament und genießt darüber hinaus die Unterstützung weiterer Abgeordneter, insbesondere derer, die nationale Minderheiten vertreten.

In seiner Rede vor dem Parlament erklärte Janez Janša seine Absicht, eine Regierung zu bilden, die ganz Slowenien repräsentiert. Er hob die Erfahrung seiner Minister sowie deren generationelle und geografische Vielfalt hervor und zeigte sich überzeugt, dass dieses Team in der Lage sei, die wirtschaftlichen und institutionellen Herausforderungen des Landes zu bewältigen.

Der neue Premierminister, der oft als populistischer Führer beschrieben wird, der den Positionen von Donald TrumpEr versprach insbesondere, die seiner Ansicht nach übermäßige Steuerbelastung zu reduzieren. Außerdem kündigte er gezielte öffentliche Ausgaben und eine Kampagne zur Bekämpfung der Korruption an.

Dieser Machtantritt markiert das Ende der vierjährigen liberalen Regierung unter Robert Golob. Obwohl seine Partei die vorangegangenen Wahlen knapp gewonnen hatte, war es ihr nicht gelungen, eine ausreichend starke parlamentarische Koalition zu bilden, um langfristig an der Macht zu bleiben.

Laut mehreren Analysten könnte die Ankunft von Janez Jansa auch zu einer Neuausrichtung der slowenischen Außenpolitik führen. Einige Beobachter gehen davon aus, dass sich das Land von bestimmten Positionen distanzieren könnte, die es in den letzten Jahren eingenommen hat, insbesondere in Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt. Diese mögliche Kursänderung wird von Sloweniens europäischen Partnern in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.