Die israelische Regierung hat einen Plan genehmigt, der die Umwandlung des ehemaligen UNRWA-Komplexes in Ostjerusalem in einen neuen Standort für Verteidigungsaktivitäten und offizielle Institutionen vorsieht.
Laut einer gemeinsamen Mitteilung des Verteidigungsministeriums und der Stadtverwaltung von Jerusalem wird das Projekt ein Militärrekrutierungsbüro, ein der Armee gewidmetes Museum und die Büros des Verteidigungsministers umfassen.
Das Gelände gehörte zuvor dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), das seine Tätigkeit dort einstellte, nachdem es zum Verlassen aufgefordert worden war.
Die israelischen Behörden hatten bereits im Januar mehrere Gebäude des Komplexes abgerissen, nachdem sie das Gelände im Vorjahr unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Diese Entscheidung stieß international auf Kritik; einige argumentierten, sie verstoße gegen internationales Recht.
Der israelische Verteidigungsminister bezeichnete das Projekt als Symbol für „Souveränität und Sicherheit“, während das UNRWA eine Stellungnahme zur geplanten neuen Nutzung seiner ehemaligen Räumlichkeiten ablehnte.
Ostjerusalem bleibt ein Gebiet mit umstrittenem Status: Israel betrachtet die Stadt als seine vereinigte Hauptstadt, während die UN und die Mehrheit der internationalen Gemeinschaft sie seit 1967 als besetztes Gebiet betrachten.
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