Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hat vor der zunehmenden Zahl von Angriffen auf humanitäre Helfer weltweit gewarnt. Laut der Organisation kamen in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 13 Freiwillige und Mitarbeiter ums Leben.
„Humanitäre Arbeit sollte niemals ein Todesurteil sein“, sagte Sprecher Tommaso Della Longa auf einer Pressekonferenz in Genf. Neun der jüngsten Todesfälle standen im Zusammenhang mit gewaltsamen Angriffen, vier weitere waren auf Unfälle während Einsätzen zurückzuführen.
Seit 2023 wurden fast 100 Mitglieder des Rotkreuz- und Rothalbmondnetzwerks getötet – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den fünf Jahren zuvor, in denen etwas mehr als 30 Todesfälle verzeichnet wurden. 2024 gilt als das tödlichste Jahr, das jemals für humanitäre Helfer registriert wurde.
Die Daten zeigen auch, dass diese Gewalt vor allem lokale Mitarbeiter betrifft. Bis 2025 werden 99 % der weltweit getöteten Helfer Einheimische sein, was ihre besondere Gefährdung im Einsatzgebiet unterstreicht.
Innerhalb des IFRC-Netzwerks ist der Anteil der Todesfälle im Zusammenhang mit Gewalttaten stark angestiegen und wird im Jahr 2024 92 % erreichen. Laut der Organisation handelt es sich bei diesen Angriffen nicht um Einzelfälle, sondern um einen besorgniserregenden globalen Trend.
Die IFRC warnt, dass diese zunehmende Unsicherheit den Zugang zu humanitärer Hilfe gefährdet und gefährdete Bevölkerungsgruppen von lebenswichtigen Dienstleistungen abschneidet. Sie ruft die Staaten auf, das humanitäre Völkerrecht zu achten und den Schutz humanitärer Helfer zu gewährleisten.
Angesichts dieser Situation appelliert die Organisation an die internationale Gemeinschaft, Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Gewaltkreislauf zu durchbrechen und zu verhindern, dass Angriffe auf humanitäre Helfer zur Norm werden.
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