Ungarn: Eine koordinierte Pro-Orbán-Kampagne auf Telegram gibt am Vorabend der Wahl Anlass zur Sorge.
Ungarn: Eine koordinierte Pro-Orbán-Kampagne auf Telegram gibt am Vorabend der Wahl Anlass zur Sorge.

Die Europäische Union verfolgt die ungarischen Parlamentswahlen am 12. April aufmerksam und hofft, dass diese den wiederholten Blockaden von Ministerpräsident Viktor Orbán in mehreren Schlüsselfragen ein Ende setzen werden.

Der seit 2010 an der Macht befindliche Vorsitzende der Fidesz-Partei wird von seinen europäischen Partnern regelmäßig dafür kritisiert, dass er bestimmte wichtige Entscheidungen, darunter auch die Hilfe für die Ukraine, blockiert habe.

Laut mehreren Umfragen könnte seine Partei von der Mitte-Rechts-Oppositionspartei unter Führung von Péter Magyar besiegt werden.

Letztere plädiert für engere Beziehungen zur Europäischen Union und zur NATO, in einem Kontext, in dem Budapest oft vorgeworfen wird, sich von gemeinsamen europäischen Positionen abzuwenden.

Trotz dieses möglichen Machtwechsels bleiben europäische Beamte hinsichtlich eines radikalen Kurswechsels in der ungarischen Politik vorsichtig.

Selbst wenn Viktor Orbán eine Niederlage erleidet, glauben sie, dass bestimmte Ausrichtungen fortbestehen könnten, insbesondere in Fragen der nationalen Souveränität.

Der ungarische Ministerpräsident pflegt zudem enge Beziehungen zu Wladimir Putins Russland und hat sich der amerikanischen Regierung angenähert. Donald Trumpwas zu einer Belastung der Beziehungen zu Brüssel beitrug.

Diese Wahlen werden daher als ein entscheidender Moment für die Zukunft der Beziehungen zwischen Ungarn und der Europäischen Union angesehen.

Sie könnten das politische Gleichgewicht innerhalb der EU neu definieren, und zwar zu einer Zeit, in der die geopolitischen und sicherheitspolitischen Risiken besonders hoch sind.

Die Wahl wird daher von den europäischen Hauptstädten aufmerksam verfolgt werden, in der Hoffnung auf eine Beruhigung der Spannungen.

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