MONDE

Hongkong durch schwerste Augustregenfälle seit 140 Jahren lahmgelegt

Hongkong durch schwerste Augustregenfälle seit 140 Jahren lahmgelegt
Hongkong durch schwerste Augustregenfälle seit 140 Jahren lahmgelegt

HONGKONG – Hongkong ist am Dienstag von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht worden, die für einen August beispiellos waren – die schwersten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1884. Die historische Sintflut, begleitet von einem tintenschwarzen Himmel, setzte weite Teile der Stadt unter Wasser, führte zur großflächigen Schließung von Schulen, Gerichten, Krankenhäusern und Kliniken und versetzte die Rettungsdienste in höchste Alarmbereitschaft.

Nach Angaben des Hong Kong Observatory fielen innerhalb weniger Stunden über 350 Millimeter Regen, was in vielen Stadtteilen zu Sturzfluten führte. Die Wetterbehörde gab zum vierten Mal innerhalb von nur acht Tagen die höchste Warnstufe „Schwarz“ heraus – ein historischer Rekord, der die Intensität und ungewöhnliche Häufigkeit der jüngsten Wetterereignisse widerspiegelt.

In den sozialen Medien weit verbreitete Bilder zeigen Straßen, die sich in reißende Wassermassen verwandelt haben, überflutete U-Bahn-Stationen, im steigenden Wasser zurückgelassene Autos und überraschte Passanten, die Schutz suchen. Auch die Notaufnahme der Krankenhäuser ist von den Überschwemmungen betroffen, was die Versorgung in mehreren Einrichtungen erschwert.

Der Sturm ereignete sich nur wenige Tage nach tödlichen Überschwemmungen im Süden des chinesischen Festlands und verstärkte die Befürchtungen über die zunehmende Anfälligkeit der städtischen Gebiete im Perlflussdelta für den Klimawandel. Auch die Nachbarstädte Shenzhen und Guangzhou waren betroffen, wenn auch in geringerem Maße als Hongkong.

Die örtlichen Behörden haben die Aussetzung aller Schul- und Gerichtsaktivitäten angeordnet, während die öffentlichen Dienstleistungen auf ein Minimum reduziert wurden. Rettungsteams werden mobilisiert, um Straßen freizumachen, gestrandeten Menschen zu helfen und wichtige Infrastruktur zu sichern. Bis zum Ende des Tages wurden offiziell keine Opfer gemeldet, es wird jedoch mit erheblichen Sachschäden gerechnet.

Experten führen diese Serie extremer Wetterereignisse auf den Klimawandel zurück, der die Häufigkeit und Schwere extremer Wetterereignisse in der Region erhöht. Immer mehr Stimmen fordern eine beschleunigte Modernisierung der städtischen Infrastruktur, die Anpassung der Entwässerungssysteme und die Verbesserung der Katastrophenschutzpläne.

Angesichts dieser Notsituation werden die Einwohner dringend gebeten, in ihren Häusern zu bleiben und unnötige Reisen zu vermeiden. Hongkong ist zwar mit Taifunen vertraut, doch dieses Mal scheint es, als sei die Regenmenge so stark gewesen, dass selbst die bewährten Abwehrsysteme Hongkongs nicht in der Lage waren, sie einzudämmen.

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