Der Modehändler Zara hat die von Estée Lauder erhobenen Markenrechtsverletzungsklagen in einem Rechtsstreit um die Verwendung des Namens der renommierten Parfümeurin Jo Malone zurückgewiesen.
In Dokumenten, die beim britischen High Court eingereicht wurden, behauptet Zara, dass die Verwendung des Namens „Jo Malone“ bei der Vermarktung bestimmter Parfums den von Estée Lauder selbst im Jahr 2020 aufgestellten Grundsätzen entspricht. Die spanische Kette arbeitet seit 2019 mit der Parfümdesignerin zusammen.
Estée Lauder erwarb 1999 die Parfümmarke Jo Malone und die Rechte an ihrem Namen. Nachdem Jo Malone das Unternehmen 2006 verlassen hatte, brachte sie 2011 eine neue Marke namens „Jo Loves“ auf den Markt, bevor sie einige Jahre später ihre Zusammenarbeit mit Zara begann.
Im Mittelpunkt des Streits steht das Vorkommen des Namens „Jo Malone“ in Produktbeschreibungen auf der Website von Zara sowie auf bestimmten Angaben auf den Verpackungen. Laut Gerichtsakten hieß es auf einigen Produkten unter anderem: „Entworfen von Jo Malone CBE, Gründerin von Jo Loves.“
Zara betont, dass sich diese Verwendung ausschließlich auf Jo Malone persönlich bezieht und nicht auf die zu Estée Lauder gehörende Parfümmarke. Das Unternehmen versichert außerdem, dass diese Zusammenarbeit klar als von der Marke Jo Malone London getrennt dargestellt wird.
Der Fall verdeutlicht die zunehmenden Spannungen um die Namensrechte von Designern in der Luxus- und Schönheitsbranche, insbesondere wenn die Gründer der Unternehmen, die ihre Marken erworben haben, diese verlassen.
Eine Sprecherin von Estée Lauder lehnte es ab, sich öffentlich zu der von der britischen Tochtergesellschaft von Inditex, dem Eigentümer von Zara, eingereichten Verteidigungsschrift zu äußern, da der Rechtsstreit vor britischen Gerichten weitergeführt wird.
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