Lufthansa-Streik: Zehntausende Passagiere in Deutschland betroffen
Lufthansa-Streik: Zehntausende Passagiere in Deutschland betroffen

Ein Streik des Lufthansa-Kabinenpersonals hat den Flugverkehr in Deutschland massiv beeinträchtigt, Zehntausende Passagiere sind betroffen und Hunderte von Flügen wurden gestrichen.

Der von der Gewerkschaft UFO initiierte Streik dauerte den ganzen Tag, von Mitternacht bis 22 Uhr, und beeinträchtigte insbesondere die wichtigsten Drehkreuze des Konzerns in Frankfurt und München. Auch die Regionaltochter Lufthansa CityLine war betroffen, mit Streiks an mehreren Flughäfen.

Laut Flughafenbetreiber Fraport wurden am Frankfurter Flughafen rund 580 Flüge gestrichen, was fast 72.000 der erwarteten 155.000 Passagiere betraf. Diese Zahlen umfassen alle am Flughafen operierenden Fluggesellschaften und verdeutlichen das Ausmaß der Beeinträchtigungen.

Das Lufthansa-Management kritisierte die Mobilisierung scharf und nannte sie „völlig unverhältnismäßig“. Die Gewerkschaft ihrerseits verteidigte die Eskalation und hielt sie angesichts der festgefahrenen Verhandlungen über Arbeitsbedingungen und Löhne für notwendig.

Im Gegensatz dazu schloss die jüngste Tochtergesellschaft des Konzerns, Lufthansa City Airlines, ihren ersten Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Verdi ab, was die unterschiedlichen sozialen Dynamiken innerhalb des Airline-Konzerns selbst verdeutlicht.

Diese neue Episode sozialer Spannungen unterstreicht die anhaltenden Schwierigkeiten im europäischen Luftfahrtsektor, der im Kontext der Verkehrserholung und des wirtschaftlichen Drucks mit steigenden Lohnforderungen konfrontiert ist.

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