Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind am Sonntag mindestens zwei Palästinenser getötet worden, wie lokale medizinische Beamte mitteilten. Der Angriff ereignete sich in der Nähe der Al-Azhar-Universität im Westen von Gaza-Stadt, als die beiden Opfer in einem Auto unterwegs waren.
Gesundheitsbehörden berichteten, dass bei dem Anschlag mehrere weitere Personen verletzt wurden. Die Identität der beiden Opfer war zum Zeitpunkt der Bekanntgabe noch nicht bestätigt. Bilder vom Unglücksort zeigten Zivilisten, die nach der Explosion eine verletzte Person trugen.
Dieser Vorfall gilt als der tödlichste Angriff im palästinensischen Gebiet seit Beginn der US-israelischen Militäroffensive gegen den Iran eine Woche zuvor. Die Gewalt im Gazastreifen hat seit Beginn dieser regionalen Offensive zwar abgenommen, dennoch wurden in den letzten Tagen bei israelischen Operationen mehrere Palästinenser getötet.
Das israelische Militär reagierte zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme zu dem Angriff. Die genauen Umstände des Angriffs und die Art des Ziels bleiben daher unklar.
Israel und die Hamas sind an ein im vergangenen Oktober in Kraft getretenes Waffenstillstandsabkommen gebunden, das unter Vermittlung der USA zustande kam. Trotz dieses Abkommens dauern die Gewaltausbrüche im Gazastreifen fast täglich an.
Beide Seiten werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, gegen die Bestimmungen des Waffenstillstands zu verstoßen, während die Spannungen in der palästinensischen Enklave in einem regionalen Kontext, der von einer militärischen Eskalation zwischen Israel, den Vereinigten Staaten und dem Iran geprägt ist, hoch bleiben.