Schießerei in Kiew: Acht Verletzte weiterhin im Krankenhaus, Kontroverse über Polizeieinsatz entbrennt
Schießerei in Kiew: Acht Verletzte weiterhin im Krankenhaus, Kontroverse über Polizeieinsatz entbrennt

Acht Menschen, darunter ein Kind, befinden sich nach dem Anschlag, bei dem sechs Menschen ums Leben kamen, weiterhin in Krankenhäusern in Kiew, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Die Opfer werden derzeit behandelt, einige befinden sich noch in kritischem Zustand.

Der Angriff ereignete sich, als ein Mann russischer Herkunft mit einem Sturmgewehr auf Passanten schoss, sich anschließend in einem Supermarkt verbarrikadierte und Geiseln nahm. Nach etwa 40-minütigen erfolglosen Verhandlungen stürmten Sicherheitskräfte den Laden und töteten den Verdächtigen.

Unter den Verletzten befindet sich ein Kind, dessen Eltern bei dem Anschlag getötet wurden. Laut Bürgermeister ist der Zustand des Kindes stabil, während sich ein Erwachsener weiterhin in kritischem Zustand befindet.

Der Fall nahm schnell eine politische und sicherheitspolitische Dimension an. Bilder, die in den sozialen Medien kursierten und Polizisten zeigten, die zu Beginn des Einsatzes vom Tatort flohen, lösten eine heftige Kontroverse aus, die zum Rücktritt des Leiters der Streifenpolizei führte.

Präsident Volodymyr Zelensky Berichten zufolge wurden bei der Schießerei insgesamt 14 Menschen verletzt. Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, unter anderem um zu klären, wie der Schütze an eine Waffenerlaubnis gelangte.

Der Supermarkt ist weiterhin geschlossen und von der Polizei abgesperrt. Einschusslöcher und sichtbare Blutflecken zeugen noch immer von der Brutalität des Angriffs – ein seltenes Ereignis in einer Hauptstadt, die ohnehin schon von kriegsbedingten Spannungen geprägt ist.

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