Die Untersuchung des US-Militärs zu dem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran soll laut einem hochrangigen Militärvertreter bald abgeschlossen sein. Der besonders heikle Fall betrifft einen Vorfall im Kontext eines Konflikts mit einer hohen Zahl ziviler Opfer.
Admiral Brad Cooper sagte vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses, die Untersuchung sei „komplex“, insbesondere weil sich der angegriffene Ort auf einem aktiven iranischen Stützpunkt befinde, der mit Marschflugkörpern in Verbindung stehe.
Der Vorfall ereignete sich am 28. Februar, dem ersten Tag des Konflikts, und forderte laut iranischen Angaben über 175 Todesopfer. Unter den Opfern befanden sich Kinder und Lehrer, was sowohl im Iran als auch international Empörung auslöste.
Laut Presseberichten deutete eine erste interne Einschätzung des US-Militärs darauf hin, dass amerikanische Streitkräfte für den Angriff verantwortlich sein könnten. Das Pentagon hat inzwischen eine detailliertere Untersuchung durchgeführt, diese vorläufigen Ergebnisse aber noch nicht offiziell bestätigt.
Demokratische Abgeordnete in den USA haben das Verteidigungsministerium aufgefordert, eine mögliche Verantwortung der USA anzuerkennen und dabei auf ähnliche Präzedenzfälle in früheren Militäroperationen verwiesen. Sie fordern mehr Transparenz hinsichtlich der Ergebnisse der laufenden Untersuchung.
Admiral Cooper betonte jedoch die Notwendigkeit, vor endgültigen Schlussfolgerungen Vorsicht walten zu lassen, und erklärte gleichzeitig, dass sich die Untersuchung ihrem Abschluss nähere. Er nannte keinen genauen Zeitplan für die Veröffentlichung der Ergebnisse.
Dieser Fall ereignet sich inmitten bereits angespannter Beziehungen zwischen Washington und Teheran, die von gegenseitigen Anschuldigungen und einer Reihe militärischer Zwischenfälle in der Region geprägt sind, was die Ergebnisse der Untersuchung diplomatisch besonders heikel macht.
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