Nach einem US-Militärangriff auf einen Öltanker im Golf von Oman werden drei indische Seeleute vermisst, wie indische Behörden mitteilten. 21 weitere indische Besatzungsmitglieder konnten nach dem Vorfall gerettet werden, der die Spannungen um den Transport iranischen Öls in der Region erneut verschärft hat.
Nach Angaben des US-Zentralkommandos richtete sich die Operation gegen den Öltanker. SettebelloDas Schiff fuhr unter der Flagge von Palau. Washington behauptet, das Schiff habe iranisches Öl transportiert und damit gegen die US-Seeblockade verstoßen; außerdem habe es sich wiederholt geweigert, Anweisungen der US-Streitkräfte zu befolgen.
Das US-Militär erklärte, ein Flugzeug habe einen Präzisionsangriff auf den Maschinenraum des Schiffes durchgeführt, um diesen außer Gefecht zu setzen. Das US-Kommando betonte, diese Maßnahme habe dazu gedient, den Tanker an der Weiterfahrt zu hindern und gleichzeitig die Risiken für die Besatzung zu minimieren.
Die Vereinigten Staaten verhängten diese Blockade am 13. April, nachdem der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus aufgrund von Maßnahmen des Irans stark zurückgegangen war. Dieses Gebiet gilt als einer der wichtigsten strategischen Punkte der Welt für den Transport von Öl und Erdgas.
Indien protestierte seinerseits gegen den Angriff und äußerte seine Besorgnis um das Schicksal der drei vermissten Seeleute. Die indischen Behörden beobachten die Lage und sammeln weitere Informationen zu den Umständen des Vorfalls.
Dieser Angriff erfolgt inmitten anhaltender Spannungen zwischen Washington und Teheran über iranische Ölexporte und die maritime Sicherheit im Golf. Der Vorfall könnte die Besorgnis über die Stabilität der Seewege, die für einen bedeutenden Teil des globalen Energiehandels genutzt werden, weiter verstärken.
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