Boao-Forum: China fordert angesichts globaler Spannungen Multilateralismus
Boao-Forum: China fordert angesichts globaler Spannungen Multilateralismus

Der chinesische Spitzenpolitiker Zhao Leji rief in seiner Rede auf dem Boao-Forum, einer wichtigen Wirtschaftsveranstaltung in Asien, dazu auf, dem Dialog und der internationalen Zusammenarbeit Priorität einzuräumen.

In einem von geopolitischen Konflikten geprägten Kontext prangerte er den Aufstieg des „Unilateralismus“ und der Machtpolitik an, da er diese als wachsende Bedrohung für die globale Stabilität ansah.

Ohne ein bestimmtes Land zu nennen, forderte Zhao Leji die Staaten auf, ihre Streitigkeiten auf friedlichem Wege beizulegen und politischen Lösungen Priorität einzuräumen.

Im wirtschaftlichen Bereich bekräftigte er Chinas Engagement für die Unterstützung des globalen Wachstums, insbesondere durch die Ankurbelung des Binnenkonsums.

Peking beabsichtigt außerdem, seinen Markt weiterhin für ausländische Unternehmen zu öffnen und gleichzeitig internationalen Investoren die „Inländerbehandlung“ zu garantieren.

Diese Botschaft steht im Einklang mit den Verpflichtungen von Premierminister Li Qiang, der sich bereits auf einem früheren Forum für eine offenere chinesische Wirtschaft ausgesprochen hatte.

Das Boao-Forum, das oft mit dem Davos-Forum verglichen wird, brachte mehrere internationale Führungskräfte zusammen, darunter den singapurischen Premierminister Lawrence Wong.

Diese Ausgabe erscheint in einer angespannten Zeit, die insbesondere durch den Krieg im Iran gekennzeichnet ist, der einige Beamte, wie beispielsweise den südkoreanischen Premierminister, dazu veranlasst hat, aus der Ferne einzugreifen.

Mit diesem Diskurs versucht China, sich als stabilisierender Akteur und Motor der globalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu positionieren.

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