Ford startet in Europa eine Offensive mit sieben neuen Modellen, um dem Aufstieg chinesischer Hersteller entgegenzuwirken.
Ford startet in Europa eine Offensive mit sieben neuen Modellen, um dem Aufstieg chinesischer Hersteller entgegenzuwirken.

Der amerikanische Automobilhersteller Ford Motor Company kündigte am Montag die Markteinführung von sieben neuen Modellen in Europa bis 2029 an. Mit dieser Strategie will er seine rückläufigen Pkw-Verkäufe wiederbeleben und dem zunehmend intensiven Wettbewerb, insbesondere durch chinesische Hersteller, begegnen.

Zu den neuen Fahrzeugen gehören fünf Pkw, darunter ein kleiner Elektrowagen und ein kleiner elektrischer SUV. Diese beiden Modelle werden in einem Renault-Werk in Nordfrankreich produziert, das im Rahmen dieser industriellen Kooperation Technologien des französischen Konzerns nutzt.

Die drei weiteren von der Ford Motor Company angekündigten SUVs werden sowohl in Hybrid- als auch in vollelektrischen Versionen angeboten, was eine flexiblere Strategie angesichts der Energiewende und der sich wandelnden Nachfrage der europäischen Verbraucher widerspiegelt.

Jim Baumbick, Präsident von Ford of Europe, erklärte, das Ziel des Konzerns sei es, seinen Marktanteil in einem Markt zu erhöhen, den er als „zunehmend fragmentiert“ bezeichnete. Er ist der Ansicht, dass sich die Marke nun differenzieren müsse, um gegenüber hochdynamischen Wettbewerbern konkurrenzfähig zu bleiben.

Gleichzeitig kritisiert der amerikanische Hersteller die europäische Politik zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Ford ist der Ansicht, dass die regulatorischen Ziele die tatsächliche Verbrauchernachfrage besser widerspiegeln und Plug-in-Hybridfahrzeuge sowie Modelle mit erweiterter Reichweite stärker fördern sollten, anstatt ausschließlich reine Elektroautos zu bevorzugen.

Diese Ankündigung erfolgt im Zuge einer umfassenden Umstrukturierung der Ford-Aktivitäten in Europa. Der Konzern schloss kürzlich sein Werk in Saarlouis und baute Stellen am Standort Köln ab – alles Teil eines breit angelegten Plans zur Anpassung seiner Geschäftsstrategie.

Vor zehn Jahren belegte die Ford Motor Company mit über einer Million verkaufter Fahrzeuge den vierten Platz auf dem europäischen Markt. Im vergangenen Jahr sanken die Verkaufszahlen auf rund 426.000 Einheiten, wodurch der Hersteller auf den achten Platz hinter Marken wie der Mercedes-Benz Gruppe abrutschte.

Gleichzeitig gewinnen chinesische Hersteller wie BYD und Chery in Europa weiter an Boden, ihre Verkaufszahlen steigen rasant, was den Druck auf die etablierten Konzerne im Automobilsektor verstärkt.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.