Die Evakuierung des vom Hantavirus betroffenen Schiffes ist abgeschlossen: Der Kapitän lobt die Passagiere für ihre Ruhe.
Die Evakuierung des vom Hantavirus betroffenen Schiffes ist abgeschlossen: Der Kapitän lobt die Passagiere für ihre Ruhe.

Die Evakuierung der Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs MV Hondius neigt sich auf den Kanarischen Inseln dem Ende zu, während in mehreren Ländern Quarantänemaßnahmen eingeführt werden.

Der Kapitän des Schiffes lobte das Verhalten der Passagiere und der Besatzung nach mehrtägigen Gesundheitskrisen und Evakuierungsmaßnahmen, die vom Hafen von Granadilla de Abona aus organisiert wurden.

Laut Reuters wurden zwei Passagiere – ein Franzose und ein Amerikaner – nach ihrer Evakuierung vom Schiff positiv auf das Hantavirus getestet. Die spanischen Behörden bestreiten jedoch das Ergebnis bezüglich des amerikanischen Passagiers und betonen, dass die betroffenen Reisenden symptomfrei waren.

Das unter niederländischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff war nach dem Auftreten von Verdachtsfällen dieser seltenen, aber potenziell tödlichen Krankheit unter Beobachtung gestellt worden. Mehrere Länder haben seither die Rückführung ihrer Staatsbürger organisiert.

Die Gesundheitsbehörden versuchen nun, die Öffentlichkeit zu beruhigen. Sie betonen, dass das Hantavirus wesentlich weniger ansteckend sei als COVID-19 und dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung weiterhin gering sei.

Das Hantavirus wird üblicherweise durch Kontakt mit infizierten Nagetieren oder deren Exkrementen übertragen. Einige Formen können schwere Atemwegs- oder Nierenkomplikationen verursachen.

Nach ihrer Rückkehr in ihre jeweiligen Heimatländer müssen viele Passagiere lange Quarantänezeiten einhalten und sich verstärkten medizinischen Kontrollen unterziehen, um eine mögliche Ausbreitung zu verhindern.

Der Vorfall löste eine große internationale Reaktion aus, an der insbesondere Spanien, Frankreich, Australien, die Vereinigten Staaten und mehrere andere Länder mit Staatsangehörigen an Bord beteiligt waren.

Trotz der Bedenken betonen die europäischen Gesundheitsbehörden weiterhin, dass die Situation unter Kontrolle sei und derzeit kein Risiko einer Pandemie bestehe, die mit der von COVID-19 vergleichbar wäre.

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