Papst Leo XIII. appellierte am Sonntag eindringlich an die Weltgemeinschaft, die Bombenangriffe im Nahen Osten zu beenden und rief die Konfliktparteien angesichts der eskalierenden Gewalt dazu auf, dem Dialog höchste Priorität einzuräumen. Der Papst erklärte, dass weiterhin „zutiefst beunruhigende“ Berichte aus dem Iran und der gesamten Region eintreffen.
In einer aus dem Vatikan übermittelten Botschaft äußerte der erste amerikanische Papst seine Besorgnis über die eskalierenden Kämpfe, während die US-israelische Offensive gegen den Iran in ihren neunten Tag ging. Er warnte davor, dass die fortgesetzten Feindseligkeiten die Angst und den Hass weiter anheizen könnten.
Der Papst äußerte zudem seine Besorgnis darüber, dass sich der Krieg auf andere Länder im Nahen Osten ausweiten könnte. Er erklärte, die gegenwärtige Dynamik des Konflikts könne zu einer umfassenderen Destabilisierung der Region führen, wenn nicht rasch diplomatische Initiativen ergriffen würden.
Papst Leo XIII. rief die politischen Führer dazu auf, ihre Bemühungen um die Öffnung von Gesprächskanälen und die Förderung einer Verhandlungslösung zu verstärken. Er betonte, dass nur ein auf Dialog und Diplomatie beruhender Ansatz eine unkontrollierbare Eskalation verhindern könne.
Seine Intervention erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die militärischen Spannungen zwischen dem Iran, den Vereinigten Staaten und Israel weiter eskalieren und Angriffe und Vergeltungsmaßnahmen mittlerweile mehrere Länder in der Region betreffen.
Seit Beginn des Konflikts haben auch mehrere religiöse Führer und internationale Organisationen ihre Besorgnis geäußert und vor den humanitären und politischen Folgen eines langwierigen Krieges im Nahen Osten gewarnt.