Vereinigte Staaten: Der Oberste Gerichtshof könnte die Regeln für die Briefwahl verschärfen.
Vereinigte Staaten: Der Oberste Gerichtshof könnte die Regeln für die Briefwahl verschärfen.

Der Oberste Gerichtshof der USA scheint in einem Fall mit nationaler Tragweite dazu zu tendieren, den Versuch der Republikaner zur Einschränkung der Briefwahl zu unterstützen.

Im Kern des Falles steht ein Gesetz des US-Bundesstaates Mississippi, das die Auszählung von Briefwahlstimmen erlaubt, wenn diese am oder vor dem Wahltag abgestempelt, aber erst bis zu fünf Tage später eingegangen sind. Diese Bestimmung wurde in erster Instanz für rechtswidrig erklärt.

Während der Anhörungen äußerten konservative Richter Skepsis gegenüber dieser zusätzlichen Verzögerung und ließen durchblicken, dass sie möglicherweise eine strikte Auslegung des offiziellen Datums der Bundestagswahl bevorzugen würden.

Die Verwaltung von Donald Trump unterstützt die Anfechtung dieses Gesetzes mit der Begründung, es sei zu nachgiebig und untergrabe den föderalen Wahlrahmen.

Im Mittelpunkt der Rechtsfrage steht insbesondere die Frage, ob Bundesgesetze, die den Wahltermin festlegen, Vorrang vor einzelstaatlichen Regelungen haben sollten, die die Auszählung von Stimmzetteln nach diesem Stichtag erlauben.

Sollte der Oberste Gerichtshof die von den Republikanern vertretene Position bestätigen, könnte dies den Weg für strengere Regeln für die Briefwahl im ganzen Land ebnen.

Eine solche Entscheidung hätte erhebliche Konsequenzen für die Organisation von Wahlen, und zwar in einem Kontext, in dem diese Art der Stimmabgabe nach wie vor im Mittelpunkt politischer Debatten in den Vereinigten Staaten steht.

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