Tausende Gläubige versammelten sich am Sonntag in der Nähe von Luanda, um an einer Freiluftmesse mit Papst Leo XIV. teilzunehmen, der im Rahmen seiner Afrikareise Angola besuchte. In Kilamba, etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, hatte sich bereits in den frühen Morgenstunden eine große Menschenmenge gebildet; einige hatten dort die Nacht verbracht, in der Hoffnung, den Papst zu sehen.
Die Veranstaltung war von großer Begeisterung in der Bevölkerung geprägt, die unter anderem religiöse Lieder, Vatikanflaggen und T-Shirts mit dem Bild des Papstes sah. Diese Mobilisierung belegt die Bedeutung des Katholizismus im Land, wo sich ein bedeutender Teil der Bevölkerung zu dieser Religion bekennt.
Eine Rede, die sich auf Ungleichheiten konzentrierte
Nach seiner Ankunft in Angola, der dritten Station seiner elftägigen Afrikareise, hielt Leo XIV. eine kritische Rede über die Folgen der Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Er sprach von dem „Leid“ und den „sozialen und ökologischen Katastrophen“, die mit dieser Situation in einem Land einhergehen, das zwar reich an Öl und Mineralien ist, aber von eklatanten Ungleichheiten geprägt wird.
Diese Äußerungen spiegeln einen in den letzten Tagen angeschlagenen, entschiedeneren Ton des Papstes wider, der sich zunehmend zu sozialen und wirtschaftlichen Fragen äußert. Mehrere lokale Religionsführer haben ebenfalls auf die Konzentration des Reichtums und die anhaltenden Schwierigkeiten hingewiesen, die aus dem Bürgerkrieg hervorgegangen sind.
Eine Afrikareise, die weitergeht
Nach dieser Messe wird der Papst seine Reise nach Angola fortsetzen und unter anderem Muxima besuchen, einen bedeutenden Wallfahrtsort, der etwa 130 Kilometer von Luanda entfernt liegt. Diese Reise ist Teil einer größeren Tour, die ihn auch in andere afrikanische Länder führen wird.
Dieser Besuch findet in einem sozialen Kontext statt, der von Armut und den Erwartungen der Bevölkerung geprägt ist, die angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen des Landes auf Botschaften der Unterstützung und Ermutigung hofft.
Gemeinschaft
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