Das albanische Verfassungsgericht urteilte am Mittwoch, dass das einjährige Verbot des sozialen Netzwerks TikTok durch die Regierung gegen die Verfassung verstoße und die Meinungsfreiheit beeinträchtige.
Die Entscheidung erfolgte nach dem Auslaufen der Sperrung im vergangenen Monat, die den Zugang zur Plattform im Land fast ein Jahr lang verhindert hatte.
Nach Ansicht der Verfassungsrichter verstieß die von den Behörden ergriffene Maßnahme gegen die in der Verfassung verankerten Grundgarantien, insbesondere im Hinblick auf die Meinungsfreiheit und den Zugang zu Informationen.
Der Fall hatte in Albanien eine Debatte über das richtige Verhältnis zwischen der Regulierung sozialer Netzwerke und dem Schutz der Grundrechte der Bürger ausgelöst.
Die Entscheidung des Gerichts ist ein Rückschlag für die Regierung, stärkt aber gleichzeitig die Position derjenigen, die sich für eine strenge rechtliche Regulierung von Beschränkungen für digitale Plattformen einsetzen.